Vergangenen Samstag habe ich mich also mal wieder intensiv mit meiner Kamera beschäftigt. Nachdem, trotz Projekt 52, in den letzten Wochen eine gewisse Flaute geherrscht hat. 24 Themen galt es in der vorgegebenen Reihenfolge innerhalb von (maximal) 12 Stunden abzulichten – die ganze Aktion nannte sich Wiener Fotomarathon.
Ich war zum zweiten Mal dabei und irgendwie lief es diesmal nicht so gut wie im Vorjahr. Mögliche Gründe wären zum Beispiel: Noch nicht ganz gesund; später im Jahr, daher kälter und ungemütlicher draußen; blödere Themen (kam mir jedenfalls so vor); weniger Lust aufs Fotografieren meinerseits. Mit meinen Bildern (Link s.u.) war ich zwar im Vorjahr auch nicht immer rasend zufrieden, diesmal hält sich aber speziell in der zweiten Hälfte bzw. gegen Ende die Begeisterung für das, was ich da zusammengezimmert habe, ziemlich in Grenzen. Angetreten bin ich mit dem Wunsch, mich vom letztjährigen Ergebnis (81. Platz) zu verbessern; mittlerweile bin ich eigentlich schon froh, wenn ich irgendwie wieder unter den ersten 100 lande, die zur Preisverleihung eingeladen werden.
Natürlich war es streckenweise lustig und ansprechend; natürlich finde ich einige Fotos auch (sehr) gelungen. Aber so wirklich überzeugt bin ich nicht von meinen Arbeiten. Manche Themen waren sehr weit (z.B. „Ein Foto sagt mehr als 1000 Worte“) und da wusste ich dann erst recht nicht, ob ich nun „alles“ nehmen kann oder doch irgendeine bestimmte Richtung gemeint ist, die ich nur nicht erraten habe.
Ich habe auch länger gebraucht als im Vorjahr, was man nun positiv (intensivere Beschäftigung mit den Themenstellungen) auslegen könnte, wenn nicht einfach so viel Zeit „auf der Strecke“ geblieben wäre, auf der Suche nach Motiven für so unmögliche Dinge wie „Zwei wie Hund und Katz“. Am Anfang bzw. wo es mir leichter von der Hand ging, hatte ich meinen Vorjahresschnitt von drei (oder fast drei) Fotos pro Stunde, am Schluss wurden die Pausen zwischen den einzelnen Motiven immer ausgedehnter. „Überzählige“ Fotos habe ich etwa gleich viel geschossen wie letztes Jahr – insgesamt ca. 130 Nummern ist der Zähler weitergerutscht, also etwas über 100 Bilder für den virtuellen Reißwolf.
Naja. Mitmachen werde ich – sofern der Fotomarathon wieder stattfindet – nächstes Jahr wohl trotzdem. Man kann ja mal einen Hänger haben. Und wenn der Termin wieder ein bisschen früher im Jahr wäre… ja, das wäre auch sehr schön. Nicht so trüb und wärmer. Gut für die Lichtverhältnisse auf den Fotos und gut für mich.
Links:
Offizielle Homepage des Wiener Fotomarathons
Nachbericht (zur Organisation) auf dem Wienlog
Meine Fotos aus dem diesjährigen Wettbewerb 
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